Vorwort
Begriff "Hexe"
Zauberei um 400
Chr. Kirche
Entstehung
Schriften
Hexenbulle
Hexenhammer
 
 
 

 

 
     
 
Der Hexenbulle
 

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts drang der Hexenwahn allmählich nach Norden vor, zuerst nach Süddeutschland und von dort ins Rheinland. Danach setzte er seinen Weg fort und stiess schlussendlich auf Norddeutschland. Doch im Gegensatz zu der Schweiz, Frankreich und Italien stiess er dort, mit einigen Ausnahmen auf Unverständnis und Ablehnung. Die wenigen Anhänger des Hexenwahns in Deutschland, vor allem der Inquisitor Heinrich Kramer waren darüber so erbost, dass sie den Papst um Hilfe baten. Ihre Beschwerde hatte weitreichende Folgen für die Geschichte Deutschlands.
Am 5. Dezember 1484 erliess Papst Innozenz der Achte (1484-1492) den sogenannte "Hexenbulle". Darin übernahm er kritiklos, was der fanatische Inqusitor Kramer ihm versichert hatte, nämlich die Ausbreitung der "Hexensekte" in Deutschland. Um diese Hexensekten auszurotten verlangte er von den Obrigkeiten die Inquisition bei der Enttarnung und Ausrottung tatkräftig zu unterstützen.
Mithilfe des Buchdrucks wurde der Hexenbulle vervielfältigt und fand weiteste Verbreitung und Beachtung in Deutschland. Dieses machten sich der Dominikanermönch Jacob Sprenger zu nutzen. Sie hefteten dem Machtwort des Papstes ihr dreiteiliges Werk bei, das sie 1487 unter dem Titel Malleus Maleficarum - deutsch: "Der Hexenhammer" - veröffentlichten.